PAPAHUNE / Praxisratgeber
Anziehen mit Hilfe: praktische Checkliste
Das Anziehen mit Unterstützung gelingt besser, wenn Schnitt, persönliche Vorlieben und Abläufe der helfenden Person gemeinsam berücksichtigt werden. Schnelligkeit allein ist kein Qualitätsmaßstab.
← RatgeberEinwilligung und Vorlieben zuerst
Erklären Sie jeden Schritt und fragen Sie nach bevorzugten Schnitten, Farben und Verschlüssen. Schützen Sie die Privatsphäre. Die Person sollte alle Tätigkeiten selbst übernehmen können, die sie sicher bewältigt.
Umgebung und Kleidung vorbereiten
Legen Sie die Kleidung in sinnvoller Reihenfolge bereit, prüfen Sie die Raumtemperatur und sorgen Sie für eine stabile, angenehme Position. Verschlüsse sollten gut erreichbar sein. Erzwingen Sie keine schmerzhaften Bewegungen, nur weil ein übliches Kleidungsstück eng geschnitten ist.
Den schwierigen Schritt benennen
Enger Ärmel, kleiner Halsausschnitt, rückseitiger Verschluss oder das Hochziehen der Hose sind unterschiedliche Probleme. Entsprechend braucht es unterschiedliche Konstruktionsideen. Ein einziges adaptives Modell passt nicht für alle Situationen.
Verschlüsse und Kontaktstellen prüfen
Der Verschluss sollte für die helfende Person zugänglich sein, während des Tragens aber möglichst wenig stören. Testen Sie Sitzen, Umsetzen und Ruhepositionen. Kontrollieren Sie Nähte und harte Verschlussteile.
Erkenntnisse festhalten
Notieren Sie, welche Details wiederholtes Anfassen reduzieren, welche Bewegungen angenehm sind und wann Hilfe weiterhin nötig bleibt. Beziehen Sie die tragende Person und gegebenenfalls Fachpersonal ein.
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Diese Informationen dienen der Orientierung. Die passende Kleidung hängt von der Person und ihrem Alltag ab.
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